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Barfen – Die natürlichste Form der Hundeernährung

Barfen – Die natürlichste Form der Hundeernährung

In den letzten Jahren ist es unter uns Hundebesitzern immer beliebter geworden, seinen Hund zu barfen. Genau zu wissen, welche Inhaltsstoffe und Zusammensetzungen im Futter unserer Vierbeiner enthalten sind ist uns wichtig, um ihnen ein langes und gesundes Leben an unserer Seite zu ermöglichen. Jedoch gibt es für diese Form der Ernährung auch einiges zu beachten, damit unsere Hunde mit allen essentiellen Vitaminen, Nährstoffen und Spurenelementen versorgt sind. 

Was ist Barfen?

Barfen bezeichnet die ursprünglichste Art der Futterzusammenstellung, um das Fressverhalten von Wölfen und wilden Hunden zu imitieren. Im Deutschen bedeutet der Begriff BARF „biologisch artgerechte Rohfütterung“. Der Hauptbestandteil der Mahlzeit besteht dabei aus rohem Fleisch. Da das Futter individuell auf jeden Hund zusammengestellt werden kann, ist sie auch bei Hunden mit Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien sehr beliebt.

 

Wie setzt sich das Futter beim Barfen zusammen?

Ein ausgewogener BARF-Ernährungsplan könnte in etwa wie folgt aufgebaut sein:
  • ca. 80% rohes Fleisch bestehend aus Muskelfleisch und Innereien
  • ca. 15% Ballaststoffe bestehend aus rohem Gemüse, Obst und gegebenenfalls etwas Getreide
  • ca. 5% Öle, Fette und Mineralien bestehend aus pflanzlichen und tierischen Fetten und Knochen

Bitte beachte, dass diese Angaben nur Richtwerte sind. Um sicher zu gehen, dass dein Hund optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist, sollte der Ernährungsplan immer mit Hilfe eines Tierarztes und eines spezialisierten Hundeernährungsberater erstellt und regelmäßig kontrolliert werden.

 

Wie bekommt mein Hund alle nötigen Nährstoffe und Spurenelemente?

Ein wildes Raubtier bekommt all seine Nährstoffe in der Regel aus dem Tier, das es erbeutet hat. Das Fleisch ist eine wichtige Proteinquelle und in den Innereien sind Vitamine und Nährstoffe enthalten. Da die Beutetiere im Normalfall Pflanzenfresser sind, nimmt der Wolf dadurch auch Ballaststoffe in Form von Gemüse, Obst und Getreide zu sich, indem er den Magen samt Inhalt der erlegten Beute frisst. Mit dem Verzehr von Knochen und Knorpel erhält er auch ausreichend Mineralstoffe und Spurenelemente. Diese Versorgung kann unter ungefährer Einhaltung der oben aufgeführten Zusammensetzung für deinen Hund übernommen und imitiert werden. Das rohe Fleisch und die Ballaststoffe sind sehr einfach zu füttern. Bei den Mineralien und Spurenelementen ist es oft etwas schwieriger. So sollten aus Vorsicht vor einer Verletzung oder Verdauungsproblemen beispielsweise keine puren Knochen gefüttert werden, da diese teilweise leicht splittern oder zu Verstopfungen führen können. Um dies zu vermeiden, sind mittlerweile hochwertige Mineralstoffpräparate und –pulver erhältlich, um diese dem Futter leichter zuzuführen.

 

Können Hunde durch rohes Fleisch und Knochen aggressiv werden?

Eine Studie von Roger Mugford im Jahr 1987 hat erwiesen, dass eine zu proteinreiche Ernährung das Verhalten des Hundes beeinflussen kann. So haben Versuche ergeben, dass in ihrem Verhalten aggressive Hunde ruhiger wurden, nachdem der Proteingehalt im Futter auf ihre Bedürfnisse angepasst wurde. Sollte sich bei deinem Hund, nach der Umstellung auf BARF, eine Verhaltensveränderung bemerkbar machen, kann dies oft schon über einen schnellen Hormontest aufgezeigt werden und durch eine Optimierung des Ernährungsplans behoben werden. Deshalb ist es umso wichtiger, nicht nur bei einer BARF-Ernährung sondern auch im Allgemeinen, deinen Hund in regelmäßigen Abständen beim Tierarzt durchchecken zu lassen.

 

Wie funktioniert die Umstellung auf eine BARF-Ernährung?

Ist dein Hund gesund, kann die Fütterung eigentlich sofort auf BARF umgestellt werden. Natürlich kannst du die Umstellung aber auch in langsamen Schritten über mehrere Wochen durchführen, was vor allem bei Hunden empfehlenswert ist, die gerne mit einem empfindlichen Magen auf neues Futter reagieren. Füttere dabei zuerst zwischendurch kleine Fleischportionen, denen du nach und nach Ballaststoffe und Mineralien hinzufügst und die Portionen vergrößerst. Lasse dir dabei am besten von deinem Tierarzt oder einem spezialisierten Hundeernährungsberater helfen. Welpen sollten in der Regel vorerst nicht nach BARF ernährt werden. Hier ist die Gefahr leider einfach zu groß, dass sie nicht nach ihren Bedürfnissen mit ausreichend essentiellen Nährstoffen versorgt werden und ihre Entwicklung dadurch beeinträchtigt und das Wachstum gestört wird. Damit sie keine bleibenden Schäden davontragen, sollte Barfen bei Welpen wirklich mit äußerster Vorsicht betrachtet werden. Kranke oder alte Hunde können im Normalfall auch nach BARF gefüttert werden. Hier ist eine enge Rücksprache und Kontrolle mit dem Tierarzt jedoch besonders wichtig, um deinem Hund durch eine Mangelernährung oder Überdosierung verschiedener Nährstoffe nicht noch mehr zu schaden oder in zu schwächen. Nicht nur Hunde, sonder auch für Katzen ist eine Umstellung auf eine Ernährung nach BARF durchaus möglich und sinnvoll. Denn auch Katzen sind Raubtiere, die in der freien Wildbahn vor allem kleine Nagetiere, wie Mäuse oder auch Vögel fressen. Durch deren Innereien und größtenteils pflanzlichen Ernährung nehmen sie alle wichtigen Nährstoffe zu sich. Zwar wird beim Barfen bei einer Katze keine Maus und kein Vogel auf dem Ernährungsplan stehen, aber von den Fleischsorten, die für Hunde zur Verfügung stehen, sind in der Regel auch Katzen nicht abgeneigt.

 

Mögliche Gefahren beim Barfen

Die größte Gefahr beim Barfen ist eine Mangelernährung oder eine Überdosierung von Vitaminen, Nährstoffen und Spurenelementen. Wie jedoch bereits erwähnt, kann dieses Risiko durch eine engmaschige Kontrolle deines Hundes durch den Tierarzt und einer entsprechenden regelmäßigen Anpassung des Ernährungsplans deutlich gesenkt werden. Vor allem am Anfang der Umstellung auf die BARF-Ernährung kann es durchaus dazu kommen, dass dein Hund an Durchfall leidet, da sich der Verdauungstrakt erst an die neue Ernährung gewöhnen muss. Sollte der Stuhlgang jedoch stark wässrig und nicht nur etwas weich sein, ist auf jeden Fall der Tierarzt aufzusuchen. Auch wenn der Durchfall über mehrere Tage anhält, solltest du deinen Hund untersuchen lassen und Rücksprache mit deinem Tierarzt halten. Eine weitere Gefahr besteht durch Parasiten und Krankheitserreger, wie beispielsweise Salmonellen, im rohen Fleisch. Deshalb ist es beim Umgang und der Fütterung von rohem Fleisch unverzichtbar, auf strenge Hygiene zu achten, um deinen Hund ausreichend zu schützen. Wird das Fleisch vor der Fütterung eingefroren oder schon tiefgekühlt gekauft, kann das Risiko ebenfalls reduziert werden. Bei den Fleischsorten ist in der Regel jedes Tier erlaubt, ob Rind, Hund, Schaf oder sogar Wild, Strauß und Känguru. Nur auf Schweinefleisch (Haus- oder Wildschwein) sollte komplett verzichtet werden, da Schweine mögliche Träger des Aujeszkyvirus sein können, der Auslöser für die Pseudotollwut ist und für den Hund tödlich enden kann.

 

Vorteile beim Barfen

Auch wenn es keine offiziellen Studien dazu gibt, berichten Hundehalter, die ihre Hunde schon einige Zeit barfen, immer wieder über die gleichen zahlreichen positiven Effekte. Der größte Vorteil ist auf jeden Fall, dass beim Barfen keine beigemischten Zusatzstoffe im Futter enthalten sind, die Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten auslösen können. Auch der Allgemeinzustand des Hundes kann sich verbessern. Viele Hundebesitzer beobachten durch die BARF-Ernährung bei ihren Vierbeinern deutlich glänzenderes Fell, gesündere Zähne und angenehmeren Körpergeruch. Sie wirken fitter und aktiver und auch das Gewicht und die Verdauung können sich durch das Barfen verbessern.

 

Was kann man tun, wenn der Hund kein rohes Fleisch frisst?

Es kann durchaus passieren, dass dein Hund bei der Umstellung auf BARF das Futter zuerst verweigert. Dies liegt vor allem daran, dass er nur das alte bereits zusammengemischte Futter gewohnt ist. Hier sind jedoch schon oft ein paar kleine Tricks hilfreich. Meistens ist es am besten, deinem Hund unter das rohe Futter noch etwas von dem alten Futter zu mischen, so gewöhnt er sich nach und nach an den neuen Geschmack, bis du das alte Futter ganz weg lassen kannst. Eine weitere Möglichkeit ist es, dem BARF-Futter etwas Fleischsaft oder Fleischbrühe unterzumischen, um den Geschmack zu intensivieren. Auch hier kannst du die Brühe dann mit der Zeit immer weiter reduzieren. Hier ist es im Allgemeinen wichtig, nicht sofort aufzugeben, sondern konsequent zu bleiben, auch wenn dies für das Hundebesitzer-Herz nicht immer einfach ist. Es ist nicht schlimm, wenn sich die Umstellung über mehrere Wochen oder Monate zieht. Jeder Hund ist individuell und braucht seine eigene Zeit.

 

Fazit

Das Barfen ist eine Ernährungsform, die dem natürlichen Fressverhalten von Wölfen und wilden Hunden am nächsten kommt. Hierbei setzt sich das Futter zum größten Teil aus rohem Fleisch und aus Ballaststoffen, Nährstoffen und Spurenelementen zusammen. Eine Umstellung auf eine Ernährung nach BARF ist in der Regel relativ leicht durchzuführen. Dennoch gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, damit dein Hund nicht an einer Mangelernährung oder Überdosierung von einzelnen Nährstoffen leidet. Vor allem bei Welpen, kranken oder alten Hunden sollte BARF vorsichtig betrachtet werden. Solltet du dich für eine BARF-Ernährung für deinen Hund interessieren, ist es wichtig, die Umstellung mit deinem Tierarzt zu besprechen und die Ernährung auf Dauer in Begleitung des Tierarztes durchzuführen und regelmäßig kontrollieren zu lassen.