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Feline infektiöse Peritonitis (FIP) – eine gefürchtete Katzenkrankheit

Feline infektiöse Peritonitis (FIP) – eine gefürchtete Katzenkrankheit

Die Krankheit FIP ist unter Katzenbesitzern eine der gefürchtetsten Diagnosen. Es handelt sich dabei um eine Bauchfellentzündung, die nicht heilbar ist und in der Regel in nur wenigen Tagen für die Katze tödlich endet. Unsere Vierbeiner können sich jederzeit mit dem auslösenden Virus infizieren, jedoch muss die Krankheit nicht zwangsläufig sofort ausbrechen. Wie wir erkennen können, ob unsere Katze erkrankt ist und wie die Krankheit dann verläuft, wird im Folgenden erläutert.

 

Was ist FIP?

Die Feline infektiöse Peritonitis, kurz FIP, ist eine schwere Infektionskrankheit, die für die Katze leider immer tödlich endet. Bei der Infektion handelt es sich um eine Entzündung des Bauchfells und manchmal auch des Brustfells, also der Hülle in der alle Organe der Katze liegen. Ausgelöst wird die Krankheit durch eine Mutation des Feline Coronavirus. Die Viren setzen sich in der Darmwand fest und können bereits Tage nach der Infektion, aber auch erst einige Jahre später zu FIP mutieren. Dabei werden die Makrophagen - eine bestimmte Zellgruppe im Immunsystem - befallen, wodurch es zu Immunkomplexen kommt, welche die Entzündungen und Gewebeschädigungen auslösen.

 

Ursachen für eine Infektion mit FIP

Auslöser von FIP ist der Feline Coronavirus, der in der Regel erst nur eine Magen-Darm-Erkrankung mit sich bringt. Bei Katzen mit einem starken Immunsystem verläuft die Krankheit im Normalfall relativ harmlos. Sind die infizierten Katzen noch recht jung oder schon etwas älter und geschwächt, kann der Magen-Darm-Infekt auch etwas schwerer ausfallen. Ist deine Katze mit dem Feline Coronavirus infiziert, besteht leider die Möglichkeit, dass es zu einer Mutation der Viren kommt und die Krankheit ausbricht. Geschätzt wird, dass sich bei circa fünf Prozent aller mit dem Feline Coronavirus infizierten Katzen eine FIP entwickelt. Für ein geschwächtes Immunsystem kann nicht nur durch das Alter der Katze ausschlaggebend sein, sondern auch eine Infektion mit anderen Krankheiten, Parasitenbefall oder eine schlechte und unausgewogene Ernährung. Eine Infektion wird dabei auch durch schlechte Hygiene begünstigt, in dem beispielsweise mehrere Katzen dieselbe Katzentoilette oder denselben Napf benutzen. Der Virus hat vor allem in einem Haushalt, in dem mehrere Katzen leben oder in Tierheimen und Tierpensionen ein leichteres Spiel, da er sich hier schnell und unbemerkt verbreiten kann.

 

Impfschutz und Ansteckungsgefahr bei FIP

Grundsätzlich ist eine Impfung gegen FIP möglich, die unter Experten teilweise jedoch sehr umstritten ist. Zum einen muss vor der Impfung getestet werden, ob deine Katze den Feline Coronavirus nicht schon in sich trägt, also bereits als „Coronavirus positiv“ eingestuft wird, denn dann ist eine Impfung zwecklos. Zum anderen wird darüber diskutiert und noch erforscht, ob eine Impfung die Feline infektiöse Peritonitis wirklich verhindern kann bzw. nicht sogar begünstigt. Diese Überlegungen konnten jedoch bisher weder positiv noch negativ belegt werden. Das Impfserum wird nicht über die Haut injiziert, sondern in die Nase geträufelt, da auch die Infektion mit dem Feline Coronavirus oder dem bereits mutierten Virus über die Nase und den Speichel übertragen wird. Der Virus ist außerhalb der Katze bis zu sieben Tage überlebensfähig und wird entweder durch direkten Kontakt der Katzen mit deren Speichel und Nasenausfluss, über den Kot oder durch Kontaminierung von Gegenständen übertragen. Unsere Katzen können sich auf diese Weise zum einen „nur“ mit dem Feline Coronavirus infizieren, der sich aber nicht immer zu FIP entwickeln muss und so in der Regel recht harmlos verläuft. Unseren Stubentiger können sich aber auch sofort mit den mutierten Viren infizieren und die Feline infektiöse Peritonitis bricht dann innerhalb kürzester Zeit sofort aus.

 

Symptome bei FIP

Die Infektion mit dem Feline Coronavirus kann symptomfrei verlaufen, es können aber auch Beschwerden, wie Durchfall oder Schnupfen auftreten. Hat sich der Virus zu FIP entwickelt, treten in der Regel sehr schnell die ersten Symptome auf. Bei FIP gibt es zwei Arten zu unterscheiden. Einmal die trockene und einmal die nasse Variante. Bei der trockenen Variante ist eine sofortige Diagnose oft erst sehr schwer, da die Beschwerden anderen Krankheiten ähnlich sein können. Bei der trockenen Art der FIP kommt es zu folgenden Symptomen:
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • apathisches Erscheinungsbild
  • starker Gewichtsverlust
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Atembeschwerden bis hin zur Atemnot
  • Lähmungen
  • Augenentzündungen
  • Gelbsucht
Bei der nassen Art der FIP zeigen sich folgende Symptome:
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • apathisches Erscheinungsbild
  • geschwollener Bauch, da sich durch die Bauchfellentzündung der Bauchraum mit Flüssigkeit füllt

 

Krankheitsverlauf und Lebenserwartung nach der Diagnose

Es erkranken vor allem junge Katzen in einem Alter von bis zu fünf Jahren oder ältere, bereits geschwächte Katzen an FIP, da bei ihnen das Immunsystem noch nicht oder nicht mehr so gut funktioniert. Ist bei deiner Katze FIP ausgebrochen, hat sie in der Regel leider nur noch eine Lebenserwartung von wenigen Tagen bis Wochen. Sehr selten können Katzen länger mit der Krankheit leben, da hier unbedingt der Aspekt beachtet werden muss, inwieweit ein schmerzfreies Leben für die Katze noch möglich ist und sie besser von ihrem Leid erlöst werden sollte. Durch die Entzündungen kommt es zu schweren Organschäden bis hin zum Organversagen, so dass die Katze nicht mehr überlebensfähig ist. Leider gibt es bisher keine Behandlungsmaßnahmen, um FIP zu heilen, da auch symptomatische Behandlungen, wie fiebersenkende Mittel oder Antibiotika, die Krankheit nicht aufhalten können.

 

Wie kann ich meiner Katze helfen und gibt es vorbeugende Maßnahmen?

Wurde deine Katze getestet und als Coronavirus positiv eingestuft, also trägt sie den Virus in sich, bedeutet dies nicht, dass sie auch unmittelbar an FIP erkranken wird. Je schwächer jedoch das Immunsystem deines Vierbeiners ist, desto höher ist das Risiko, dass die Feline Coronaviren zu FIP mutieren. Vorbeugend gilt es deshalb, die Vermehrung der Viren so gut wie möglich zu verhindern. Deshalb sollte vor allem auf eine ausreichende Hygiene geachtet werden und alle Gegenstände, mit denen deine Katze Kontakt hat (Katzentoilette, Futter- und Wassernäpfe, Schlafplätze) engmaschig gereinigt und desinfiziert werden. Des Weiteren sollte deine Katze keinem Stress ausgesetzt werden, da sich dies ebenfalls negativ auf das Immunsystem auswirken kann. Auch andere Situationen, die das Immunsystem schwächen, sollten soweit es möglich ist, vermieden werden. Beispielsweise sollte bei der Gabe von Medikamenten darauf geachtet werden, ob diese wirklich nötig sind oder, ob zunächst auf pflanzliche Behandlungen gesetzt werden sollte. Wurde bei deiner Katze Feline infektiöse Peritonitis diagnostiziert, gibt es leider keine Hilfe mehr. Hier gilt es dann leider nur, deinen Stubentiger zeitnah zu erlösen, um ihm unnötiges Leid zu ersparen.

 

Was muss ich nach dem Tod meiner FIP-infizierten Katze tun?

Hast du deine Katze an FIP verloren, solltest du deine Wohnung oder dein Haus erst einmal gründlich reinigen und desinfizieren, um alle Infektionsherde zu vernichten. Wenn du dir überlegst, wieder eine neue Katze zu dir zu holen, ist es besser ein paar Monate zu warten, bis alle möglicherweise noch im Haushalt vorhandenen Viren abgestorben sind und sich deine neue Katze nicht auch sofort mit dem Feline Coronavirus infiziert. Sind noch weitere Katzen im Haushalt, die ebenfalls Coronavirus positiv sind, sollten für die nächsten Monate oder sogar Jahre keine weiteren Katzen dazu geholt werden, da sich diese unmittelbar ebenfalls infizieren würden. Hier wäre es sinnvoll die bereits vorhandenen Katzen über einen längeren Zeitraum immer wieder testen zu lassen, bis die Tests negativ ausfallen, bevor eine neue Katze einziehen darf.

 

Fazit

Feline infektiöse Peritonitis (FIP) ist eine schwerwiegende Erkrankung, bei der das Bauchfell der Katze stark entzündet ist. Die Krankheit ist nicht heilbar. Betroffene Katzen müssen meist schon nach wenigen Tagen, wenn nicht sogar sofort nach der Diagnose erlöst werden. FIP entsteht durch die Mutation des hoch ansteckenden Feline Coronavirus, welche jedoch nicht unmittelbar nach der Infektion geschehen muss, sondern sich oft erst Monate bis Jahre später entwickelt. Ein Schutz durch eine Impfung ist möglich, diese ist jedoch höchst umstritten. Hat sich deine Katze mit dem Feline Coronavirus infiziert, ist als Vorbeugung einer Mutation darauf zu achten, dass das Immunsystem nicht geschwächt wird und deine Katze stressfrei und in einer hygienisch sauberen Umgebung leben kann.